Museen der Stadt – Erlebnisort für Ausstellungen
Lüdenscheid ist im südlichen Westfalen die Erlebnisstadt für große historische Ausstellungen: „Preußen und Wir“, „Der Traum vom Fliegen“, „Triumph der Luxusklasse“, „Schützen-Welten“. Ziel des Geschichtsmuseums ist es, den Zusammenhang zwischen Industrie, Kulturgeschichte und Biographien bedeutender Lüdenscheider darzustellen. Die in industriegeschichtlicher Hinsicht einzigartige Entwicklung der Stadt Lüdenscheid sowie der Charme und die Traditionen des märkischen Sauerlands sind der Schwerpunkt der Ausstellungen. Die meisten großen Vorhaben des Geschichtsmuseums waren Eigenproduktionen, verbunden mit wissenschaftlicher Forschung und dem Anspruch, die regionale Identität der Bevölkerung in Südwestfalen zu stärken.
Nun wird „HARIBO – Mit dem Goldbären zur Kultmarke“ präsentiert – eine spannende und ungewöhnliche Ausstellung, mit der vor allem viele neue Zielgruppen zum Besuch der Museen der Stadt Lüdenscheid motiviert werden sollen.

Der modern gestaltete Museumsbau wird durch bunte Rahmenprogramme und attraktive Events belebt. Das Museum präsentiert neben einer historischen Lokomotive der Kreis-Altenaer-Eisenbahn vor allem lokale und regionale Industriegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Im Zentrum der Dauerausstellung steht die Kulturgeschichte des Metallknopfes und der Uniformeffekten, die einst weltweit verbreitet waren. Abzeichen, Orden, Koppelschlösser, vor allem aber die vielfältigen Produkte der Metall-, Kunststoff- und Elektroindustrie zeigen in ihrer Vielfalt, dass in Lüdenscheid stets innovative und kreative Unternehmer beheimatet waren.
Die Stadt und die Region sind stolz darauf, dass sich hier im ausgehenden 19. Jahrhundert die Wiege der weiterverarbeitenden Aluminiumindustrie befand. Ohne den Lüdenscheider Unternehmer Carl Berg wären die ersten Luftschiffe des Grafen Zeppelin undenkbar gewesen. In der Dauerausstellung beispielsweise ist der älteste Daimler-Luftschiffmotor der Welt (1895/97) zu sehen, der noch vor der Ära Zeppelin durch Carl Berg für sein Luftschiff eingesetzt wurde.
Ein wichtiges Arbeitsfeld ist die Auseinandersetzung mit preußischer Geschichte in der Region, so etwa mit dem 2009 sehr erfolgreich abgeschlossenen Projekt aus Anlass des 400jährigen Jubiläums der Vereinigung der Grafschaft Mark mit Brandenburg-Preußen. Titel der Ausstellung in Lüdenscheid war: „Preußen –Aufbruch in den Westen“. Auch in Zukunft wird das Geschichtsmuseum mit eigenproduzierten Sonderausstellungen für Aufsehen sorgen.
Aktuell ist es Anlass zu großer Freude, dass mit dem Ausstellungs-„Gastspiel“ der bedeutenden kulturgeschichtlichen Sammlung der Kultmarke HARIBO in Lüdenscheid eine sehr große Zahl Gäste von nah und fern erwartet werden dürfen.
Wer in die Geschichte der regionalen Eisenverarbeitung eintauchen möchte, sollte am Bremecker Hammer vorbeischauen. Die Geschichte des Bremecker Hammers geht bis in das Jahr 1753 zurück. Im Jahr 1980 wurde das historische Gebäude in ein eisengeschichtliches Museum umgewandelt, in dessen Mittelpunkt die Entwicklung des Schmiedehandwerks steht.
In der Sammlung der Städtischen Galerie wird die Entwicklung der Kunst des 20. Jahrhunderts sichtbar gemacht – der regionale Bezug kommt dabei nicht zu kurz. Zu Beginn steht die vom Impressionismus beeinflusste Ida Gerhardi (1862–1927), eine bekannte Portraitistin und Mittlerin zur französischen Kunst. Paul Wieghardt (1897–1969) markiert den Übergang vom Realismus der zwanziger zur Abstraktion der fünfziger Jahre. Die Nachkriegskunst wird von Joseph Beuys (1921–1986) bestimmt. Mit unscheinbaren Materialien verdeutlicht er die Bedürfnisse des Menschen nach geistiger Nahrung. Ebenfalls prominenter Vertreter der Konzeptkunst ist Timm Ulrichs (geboren 1940), der mit ironischem Unterton den Künstler als Impulsgeber darstellt. Mit verschiedenen Werken zum Thema “Licht” sowie mit wechselnden Ausstellungen präsentiert die Städtische Galerie weitere Facetten zeitgenössischer Kunst.
Dr. Eckhard Trox
Leiter Abteilung Geschichte und Kunst –
Museen der Stadt Lüdenscheid
Lüdenscheid – Stadt des Lichts
LichtRouten vom 24. September bis 3. Oktober 2010
Dem Betrachter fällt auf, dass Lichtinszenierungen zahlreiche Gebäude, Wege und Plätze akzentuieren. Lichtkunst und Lichtdesign sind an verschiedenen Stellen in der Stadt dauerhaft oder temporär präsent. Mit dem Festival „LichtRouten“, das im Jahr 2010 vom 24. September bis zum 3. Oktober stattfindet, rückt das Thema „Stadt des Lichts“ immer wieder erfolgreich in den besonderen Fokus der Öffentlichkeit.
Seit dem Jahr 2000 werden verstärkt Initiativen zur Etablierung der Marke „Lüdenscheid – Stadt des Lichts“ ergriffen. Die Stadt ist also im Jahr des zehnten Jubiläums.
Das Projekt steht für die sinnfällige Idee, die im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Lüdenscheids in vielfacher Weise vorhandenen unmittelbaren und mittelbaren Bezüge zum Licht – sei es als Produkt, Material oder Phänomen – in genau der Marke „Stadt des Lichts“ zusammen zu führen. Dabei setzt Lüdenscheid auf die Identität stiftende Kraft dieses Alleinstellungsmerkmales. In Stadtplanung und Kunst, in Bildung und Pädagogik, in Forschung und Industrie nämlich entfaltet die Beschäftigung mit dem Medium Licht in der Stadt Wirkungen, die weit über sie selbst hinausweisen.
Interessierte finden weitere Informationen unter www.lichtrouten.de und www.luedenscheid.de
Stadt Lüdenscheid, Wolfgang Löhn, Pressesprecher







